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Karrierekiller oder Karrierechance? Unpassendes Auftreten bei Weihnachtsfeiern und die Folgen

06.12.2005

Bald ist es wieder so weit: Die betriebliche Weihnachtsfeier steht vor der Tür. Doch wie verhält man sich angemessen, damit sich ein harmloses Betriebsfest später nicht zum Karrierekiller entwickelt?


Bald ist es wieder so weit: Die betriebliche Weihnachtsfeier steht vor der Tür. Doch wie verhält man sich angemessen, damit sich ein harmloses Betriebsfest später nicht zum Karrierekiller entwickelt? Carolin Lüdemann, Business-Coach und Knigge-Expertin der CoachAcademy, gibt Antworten.

Betriebsfeiern haben ihre eigenen Gesetze, die allerdings nur während der Feierlichkeiten gelten. Am Tag danach ist wieder "business as usual" angesagt.
Das bedeutet zum Beispiel, dass das angebotene "Du" am folgenden Arbeitstag nur dann Bestand hat, wenn sich der ranghöhere Vorgesetzte noch daran erinnert und es beibehält. Der ranghöhere Mitarbeiter entscheidet also zum einen, ob er dem rangniederen Mitarbeiter das "Du" anbietet, und zum anderen, ob man es über die Feier hinaus beibehält.

Zurückhaltung gilt beim Alkohol: Hüten Sie sich davor, bei Betriebsfeiern zu tief ins Glas zu sehen. Die Kollegen sollen Ihnen auch nach der Feier mit Anerkennung begegnen und Sie nicht in erster Linie mit peinlichen Zwischenfällen in Verbindung bringen", sagt Carolin Lüdemann.

Eine weitere Hürde sind Gespräche, die sich um interne Firmenbelange drehen. Nicht jede Information ist für alle Ohren geeignet. Wer Geheimnisse ausplaudert, mag zwar kurzfristig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, muss das später aber evtl. teuer bezahlen.

Neben Fettnäpfchen bietet eine Weihnachtsfeier aber auch Chancen, die eigene Position im Unternehmen zu stärken. Lüdemann weist auf Folgendes hin: "Selten ist es so leicht wie hier, neue Kontakte zu knüpfen und wertvolle Bekanntschaften zu schließen." Ohne sich zunächst einen Termin im Vorzimmer holen zu müssen, ist ein Gespräch mit Vorgesetzten in lockerer Atmosphäre möglich. Doch auch hier sollte man sich zuvor überlegen, was man zu sagen hat. Es gelten laut Carolin Lüdemann die Regeln des Smalltalks, was zusammengefasst bedeutet: Keine schlechten Nachrichten verbreiten. Tabu sind auch konfliktträchtige Themen wie Politik oder Religion. Besser ist es, über positive Gemeinsamkeiten zu sprechen - zum Beispiel über neue Entwicklungen im Unternehmen oder erfolgreich abgeschlossene Projekte.

URL: www.coachacademy.de