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Wie die Krise den Tagungsmarkt verändert

18.12.2008

Eine Ende November veröffentlichte Untersuchung von Smith Travel Research zeigt, dass die sinkende Nachfrage in der augenblicklichen Krisensituation vor allem die Kongress- und Tagungshotels trifft. Durch das rückläufige Gruppengeschäft leiden sie stärker unter niedrigerer Auslastung und geringeren Umsätzen als die übrige Hotellerie.


Der Report von Smith Travel Research bezieht sich zwar auf den amerikanischen Markt, doch dürften die erkennbaren Trends weltweit ähnlich sein. Tagungsplaner aus Firmen und Verbänden haben im zweiten Halbjahr 2008 zahlreiche Veranstaltungen storniert. Was nicht nur zu einem Rückgang der Belegungszahlen in den Convention Hotels geführt hat, sondern auch zu einem Preisrutsch. Die Kunden sind in diesen Zeiten noch preisbewusster und verhandeln härter als zuvor. So wird das Klima rauer, da manche Hoteliers gegenzusteuern versuchen, indem sie die Storno-Bedingungen verschärfen oder auf Mindestumsätzen im F&B-Bereich bestehen.

Auch die Geschätsreisebüroketten sind betroffen. Mary MacGregor, beim Geschäftsreisespezialisten BCD Travel für den Bereich ‚BCD Meetings & Incentives’ verantwortlich: "Für jede Veranstaltung müssen wir heute viel mehr Hotels abfragen, um dem Kunden das günstigste Angebote zu unterbreiten." Es wird härter um die Reduzierung der Kosten gerungen. Ihre Firmenkunden buchen nach wie vor Veranstaltungen. Zwar habe es für 2009 einige Stornierungen gegeben, dafür aber werde bereits für 2010 und die Zeit danach geplant.

Welche Trends sind noch zu beobachten? Tagungsplaner haben nach Aussage aller Experten damit begonnen, vor dem Hintergrund der augenblicklichen wirtschaftlichen Talfahrt zum Beispiel die Tagungen und Events in ‚Nebensaison-Zeiten’ zu verlegen, die Hotelkategorie von First Class auf Mittelklasse zu senken, die Zahl der Veranstaltungsteilnehmer zu begrenzen, den Tagungszeitraum zu verkürzen und im Bereich Verpflegung zu sparen. Die bei den Gästen beliebte „Open Bar“ gibt es heute nicht mehr.

„Firmeneinkäufer und Tagungsplaner sind sehr viel preissensibler geworden“, fasst Chad Church, Studienleiter bei Smith Travel Research, zusammen. „Sie haben nicht zuletzt erkannt, dass sich viel Geld sparen lässt, wenn sie eher kleinere Tagungen und Events auf regionaler Ebene planen als eine Großveranstaltung in einer internationalen Destinationen.“

Quelle:

URL: www.geschaeftsreisekontakt.de